„Von Gebäuden und Gefäßen...“
Plastiken von Michael Moore, Irland
Gefäße von Svein Narum, Norwegen
Gegensätze bestimmen die neue Ausstellung mit Arbeiten von Michael Moore und Svein Narum in der Galerie Marianne Heller Heidelberg.
Die Plastiken des 1968 geborenen und am Dubliner National College of Art & Design ausgebildeten Iren Michael Moore gemahnen an windgeschliffene blanke Felsformationen oder Modelle postmoderner, weichliniger Architekturen: Dynamische, schwingende und zugleich kantige Formen mit Vorsprüngen, Um- und Abbrüchen der organischen Silhouetten. Graue, blaue, schwarze Lineaturen zeichnen die gestreckten oder aufragenden weißen Körper mitunter sparsam, als gäben die Markierungen Stärken und Richtungen der wirkenden Kräfte an – faszinierend elegante Objekte von kühler Abstraktion.
Wie handfest und brauchbar dagegen die Keramiken des Norwegers Svein Narum, Jahrgang 1951 – sie erscheinen geradezu häuslich und warm. Der am College of Art and Craft in Bergen ausgebildete Keramiker fertigt im besten Sinne domestic ware: Ovale oder quadratische Platten aus Irdenware, gefußte Schalen, schön gebauchte Krüge, oft von beträchtlichen Maßen. Mit gekonnter Geste verziert er seine Arbeiten mit schnellen Ritzornamenten auf gelblicher Engobe, die den rotbraunen Ton durchschimmern läßt, honigfarben und grün ausgefüllt – ganz in der Tradition schönster Gebrauchskeramik stehend, dabei in den Feinheiten von solch` freier Delikatesse, wie nur ein Künstler sie machen kann |